Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
1. Geltungsbereich und Vertragspartner
1.1 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Verträge über die Nutzung der Software-as-a-Service (SaaS)-Plattform "jkurvemedia" (nachfolgend „Plattform“) zwischen uns, Sajjad Hussain, Bonner Straße 96, 40589 Düsseldorf, als Betreiber der Plattform (nachfolgend "Anbieter"), und Kunden. Abweichende oder entgegenstehende Bedingungen des Kunden finden keine Anwendung, es sei denn, wir haben ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt.
1.2 Geschäftskunden (B2B): Unsere Dienstleistungen richten sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB (natürliche oder juristische Personen oder rechtsfähige Personengesellschaften, die bei Vertragsschluss in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handeln). Verbraucher im Sinne des § 13 BGB (die die Leistung überwiegend nicht für gewerbliche Zwecke nutzen) sind von der Nutzung ausgeschlossen. Der Kunde versichert mit Vertragsschluss, Unternehmer zu sein. Hinweis: Sofern im Einzelfall dennoch ein Vertrag mit einem Verbraucher zustande kommen sollte, gelten für diesen die in der Widerrufsbelehrung (siehe unten) beschriebenen Rechte.
1.3 Einbeziehung weiterer Dokumente: Mit Registrierung/Teststart oder Bestellung erklärt sich der Kunde mit diesen AGB, der Datenschutzerklärung sowie dem Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV/DPA) einverstanden; der AVV wird Vertragsbestandteil.
2. Vertragsgegenstand
2.1 Der Anbieter stellt dem Kunden die cloudbasierte Plattform jkurvemedia für digitale Dienstleistungen zur Automatisierung und Leadgenerierung zur Verfügung. Die Plattform bietet Funktionen für Marketing-Automation, CRM, Funnel-Builder etc., vergleichbar mit marktüblichen All-in-one-Marketing-Plattformen (bereitgestellt über eine externe SaaS-Infrastruktur), mit denen der Kunde eigene geschäftliche Prozesse digitalisieren kann. Die konkreten vom Kunden gebuchten Module/Funktionen ergeben sich aus dem vom Kunden gewählten Paket (Basic, Pro, etc.) und der Leistungsbeschreibung auf unserer Website bzw. im Angebot. Der Service wird als Online-Dienst über Internet bereitgestellt; eine lokale Installation der Software beim Kunden erfolgt nicht. Der Zugriff erfolgt über einen Webbrowser mittels der vom Anbieter bereitgestellten Zugangsdaten.
2.2 Der Anbieter schuldet die Bereitstellung der Plattform in dem vereinbarten Funktionsumfang sowie die Speicherung der Kundendaten auf einem Server (Hosting). Die Verantwortung für Einrichtung, Konfiguration und laufende Nutzung der Funktionen liegt beim Kunden, soweit nicht ausdrücklich anders vereinbart. Der Anbieter erbringt ggf. zusätzlichen Support oder individuelle Dienstleistungen nur, wenn dies separat vereinbart und vergütet wird.
2.3 Der Anbieter ist berechtigt, technische Änderungen an der Plattform vorzunehmen, um diese zu verbessern oder gesetzlichen Anforderungen anzupassen. Er wird dabei jedoch den wesentlichen Funktionsumfang erhalten. Geplante Wartungen oder Updates, die zu einer vorübergehenden Nichtverfügbarkeit führen, wird der Anbieter – soweit zumutbar – vorab ankündigen. Die durchschnittliche Verfügbarkeit der Plattform beträgt 99% im Jahresmittel; hiervon ausgenommen sind Zeiten geplanter Wartung und Zeiten, die außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters liegen (z.B. höhere Gewalt, Ausfälle wegen Fremdeinwirkung).
3. Vertragsschluss und Testzeitraum
3.1 Registrierung: Um die Plattform nutzen zu können, muss sich der Kunde online registrieren und einen Benutzeraccount anlegen. Die Registrierung ist nur Unternehmen/Unternehmern gestattet (siehe Ziff. 1.2). Durch Absenden des Online-Registrierungsformulars gibt der Kunde ein verbindliches Angebot zum Abschluss eines Nutzungsvertrags (ggf. zunächst als Testphase) ab. Der Vertrag kommt zustande, wenn wir die Registrierung per E-Mail bestätigen und die Zugangsdaten übersenden. Wir sind frei, Registrierungsanträge ohne Angabe von Gründen abzulehnen.
3.2 Kostenlose Testphase: Mit Bereitstellung des Zugangs gewähren wir dem Kunden zunächst eine kostenlose Testnutzung für 14 Tage, sofern nicht im Einzelfall abweichend vereinbart. Diese Testphase dient dem Kunden dazu, die Plattform mit vollem Funktionsumfang unverbindlich zu evaluieren. Wird innerhalb des Testzeitraums kein kostenpflichtiges Abonnement abgeschlossen, endet der Vertrag automatisch mit Ablauf der 14 Tage; der Account wird dann deaktiviert und die Testnutzung beendet. Eine Verlängerung der Testphase ist nur nach unserer ausdrücklichen Zustimmung möglich. Pro Kunde ist nur eine einmalige Inanspruchnahme der kostenlosen Testphase vorgesehen.
3.3 Übergang zum Abonnement: Entscheidet sich der Kunde während oder nach der Testphase, die Plattform weiter zu nutzen, kann er in seinem Account ein kostenpflichtiges Abonnement auswählen. Dabei stehen in der Regel verschiedene Tarifpläne (monatlich oder jährlich) mit unterschiedlichem Leistungsumfang zur Auswahl. Durch die Auswahl eines kostenpflichtigen Plans und die Eingabe der Zahlungsdaten gibt der Kunde das Angebot auf Abschluss eines Abonnementvertrags ab. Wir nehmen dieses Angebot entweder ausdrücklich (z.B. durch Bestätigungs-E-Mail) oder konkludent durch Freischaltung der bezahlten Leistungen an. Ab dem Zeitpunkt der Vertragsumstellung (Ende der Testphase) ist der Kunde zur Zahlung der vereinbarten Entgelte verpflichtet. Sofern der Kunde kein Abonnement abschließt, bleibt es bei der automatischen Vertragsbeendigung nach Ziff. 3.2.
3.4 Einbeziehung des AVV. Mit Abschluss der Registrierung/Bestellung wird der Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV/DPA) zwischen dem Anbieter (Auftragsverarbeiter) und dem Kunden (Verantwortlicher) wirksam einbezogen. Der AVV regelt die Verarbeitung personenbezogener Daten des Kunden nach Art. 28 DSGVO und hat Vorrang vor abweichenden Regelungen dieser AGB, soweit die Datenverarbeitung betroffen ist.
4. Laufzeit und Kündigung des Abonnements
4.1 Vertragslaufzeit: Der kostenpflichtige Nutzungsvertrag (das Abonnement) beginnt mit Umstellung aus der Testphase bzw. mit Bestellung eines Plans und läuft auf unbestimmte Zeit, solange er nicht gekündigt wird. Bei monatlichen Abonnements entspricht die Abrechnungsperiode einem Monat; bei jährlichen Abonnements einem Jahr, jeweils gerechnet ab Vertragsbeginn.
4.2 Kündigung: Beide Vertragsparteien können das Abonnement jederzeit zum Ende der aktuellen Abrechnungsperiode ordentlich kündigen. Die Kündigung muss mindestens 7 Tage vor Ablauf der jeweiligen laufenden Vertragsperiode in Textform (z.B. per E-Mail) erklärt werden, um wirksam zum Periodenende zu greifen. Andernfalls verlängert sich das Abonnement automatisch um die jeweils vereinbarte Laufzeit (einen weiteren Monat bzw. weiteres Jahr). Eine Kündigung während einer laufenden Abrechnungsperiode wird zum Ende dieser wirksam; eine anteilige Rückerstattung bereits gezahlter Entgelte für die laufende Periode erfolgt nicht, es es sei denn, die Kündigung erfolgt aus einem vom Anbieter zu vertretenden wichtigen Grund.
4.3 Wichtiger Kündigungsgrund: Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Für den Anbieter liegt ein wichtiger Grund insbesondere vor, wenn der Kunde trotz Mahnung mit der Zahlung in Verzug ist oder erheblich gegen diese AGB verstößt (z.B. unbefugte Weitergabe von Zugangsdaten, Verletzung von Schutzrechten Dritter mit Inhalten auf der Plattform, rechtswidrige Nutzungen – siehe Ziff. 6). In einem solchen Fall kann der Anbieter den Vertrag fristlos kündigen und den Account des Kunden sperren. Bereits im Voraus entrichtete Entgelte werden in diesem Fall zeitanteilig erstattet, abzüglich etwaiger Schadensersatzansprüche des Anbieters.
4.4 Kündigungen bedürfen der Textform (E-Mail genügt). Nach wirksamer Beendigung des Vertrags wird der Anbieter den Zugang des Kunden sperren und die vom Kunden gespeicherten Daten gemäß den Regelungen der Datenschutzerklärung löschen, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten bestehen. Es obliegt dem Kunden, rechtzeitig vor Vertragsende eigene Datenexporte vorzunehmen; auf Wunsch unterstützt der Anbieter hierbei im Rahmen des Zumutbaren.
5. Preise und Zahlungsbedingungen
5.1 Preise: Die aktuellen Preise für die jeweiligen Abonnement-Pakete ergeben sich aus unserer Website oder dem individuellen Angebot. Alle genannten Preise verstehen sich als Netto-Endpreise. Aufgrund der Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG) erheben wir keine Umsatzsteuer; somit enthalten die Preise keine Mehrwertsteuer und auf unseren Rechnungen wird keine USt ausgewiesen.
5.2 Zahlungsabwicklung: Die Zahlung der Abonnement-Gebühren erfolgt über den vom Kunden gewählten Zahlungsweg, derzeit ausschließlich über Stripe per Kreditkarte oder SEPA-Lastschrift. Die Abrechnung erfolgt jeweils am Beginn einer neuen Abrechnungsperiode (monatlich/jährlich im Voraus). Bei jährlicher Zahlung können wir dem Kunden im Voraus rabattierte Konditionen einräumen (siehe Angebot).
5.3 Fälligkeit und Verzug: Die Abonnementgebühr ist jeweils mit Rechnungsstellung fällig. Kann ein fälliger Betrag nicht eingezogen werden (z.B. Rücklastschrift, Kreditkartenzahlung abgelehnt), informieren wir den Kunden und versuchen innerhalb kurzer Zeit einen erneuten Einzug. Schlägt auch dieser fehl, gerät der Kunde ohne weitere Mahnung in Zahlungsverzug. Während des Verzuges sind wir berechtigt, den Zugang des Kunden zur Plattform vorübergehend zu sperren. Unsere gesetzlichen Rechte (Verzugszinsen, Schadensersatz, Kündigung aus wichtigem Grund) bleiben unberührt.
5.4 Preisanpassungen: Der Anbieter behält sich vor, die Preise für die Abonnements mit Wirkung zum Beginn einer neuen Vertragsperiode anzupassen, insbesondere bei Erweiterung des Leistungsumfangs oder Kostensteigerungen. Preisänderungen werden dem Kunden rechtzeitig vor dem Verlängerungszeitpunkt mitgeteilt (spätestens 4 Wochen vorher). Ist der Kunde mit der Preisanpassung nicht einverstanden, kann er den Vertrag zum Ende der laufenden Periode kündigen. Unterbleibt eine Kündigung, gilt die Anpassung als angenommen.
6. Pflichten und Obliegenheiten des Kunden
6.1 Zugangsdaten: Der Kunde ist verpflichtet, die Zugangsdaten zu seinem Account (Benutzername/Passwort) sicher und geheim zu halten. Eine Weitergabe der Zugangsdaten an unbefugte Dritte ist untersagt. Der Kunde haftet für alle Aktivitäten, die unter Verwendung seiner Zugangsdaten vorgenommen werden, soweit ihm ein Verschulden trifft. Sobald der Kunde Kenntnis von einem Missbrauch seines Accounts oder Verdacht darauf hat, muss er uns umgehend informieren. Wir empfehlen dem Kunden, ein sicheres Passwort zu wählen und dieses regelmäßig zu ändern.
6.2 Nutzung der Plattform / Inhalte: Der Kunde darf die Plattform und deren Funktionen nur im vertraglich vorgesehenen Umfang nutzen. Insbesondere verpflichtet sich der Kunde,
- a) keine rechtswidrigen Inhalte über die Plattform zu verbreiten oder zu speichern. Insbesondere sind Inhalte untersagt, die gegen Gesetze, behördliche Auflagen oder Rechte Dritter (z.B. Urheberrechte, Markenrechte, Datenschutzrechte, Persönlichkeitsrechte) verstoßen, sowie strafbare Inhalte, Gewaltverherrlichung, Hassrede oder pornographisches/extremistisches Material.
- b) die Plattform nicht missbräuchlich zu verwenden, z.B. keine massenhaften Spam-Nachrichten über integrierte E-Mail-/SMS-Funktionen zu versenden, keine schädlichen Codes (Viren, Würmer) einzubringen und keine technischen Angriffe auf die Plattform oder andere Nutzer zu starten.
- c) die anwendbaren Datenschutzgesetze zu beachten, wenn er personenbezogene Daten Dritter in der Plattform verarbeitet. Der Kunde ist für die Rechtmäßigkeit der von ihm eingegebenen Daten verantwortlich und muss z.B. Einwilligungen seiner Endkunden einholen, sofern er diese über die Plattform kontaktiert.
- d) vorhandene Export-/Backup-Funktionen der Plattform zu nutzen, um eigene regelmäßige Datensicherungen vorzunehmen. Der Anbieter führt zwar serverseitig Backups durch, doch entbindet dies den Kunden nicht von der Verantwortung, wichtige Daten selbst zu sichern.
6.3 Verstoßfolgen: Bei Verstößen des Kunden gegen die genannten Pflichten sind wir berechtigt, den betreffenden Inhalt vorübergehend zu sperren oder – bei schwerwiegenden oder wiederholten Verstößen – den Account des Kunden zu sperren, um Schäden für uns oder andere abzuwenden. Über eine Sperrung werden wir den Kunden unter Angabe der Gründen informieren. Gesetzliche Kündigungs- und Schadensersatzansprüche bleiben unberührt.
7. Gewährleistung und Verfügbarkeit
7.1 Gewährleistung: Der Anbieter stellt die Plattform in dem Zustand zur Verfügung, der vertraglich vereinbart ist. Für die Funktions- und Leistungsmerkmale gelten die jeweiligen Beschreibungen auf unserer Website oder im Angebot als vereinbart. Der Kunde hat ggf. auftretende Mängel unverzüglich anzuzeigen und nachvollziehbar zu beschreiben. Der Anbieter wird Mängel der Plattform innerhalb angemessener Frist beheben (bei SaaS-Diensten erfolgt die Mangelbeseitigung in der Regel durch Updates/Patches auf dem Server). Gelingt es uns nicht, einen erheblichen Mangel binnen angemessener Frist zu beheben, hat der Kunde Anspruch auf Minderung der Vergütung für den Zeitraum der Beeinträchtigung. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung bei schwerwiegenden Mängeln bleibt unberührt.
7.2 Datenverlust und Backups: Der Anbieter bemüht sich um eine regelmäßige Datensicherung der Serverinhalte (Backups mindestens einmal täglich). Im Fehlerfall wird der Anbieter versuchen, verloren gegangene Kundendaten aus den letzten Backup-Ständen wiederherzustellen. Allerdings kann ein vollständiger Wiederherstellungsanspruch nicht garantiert werden, insbesondere nicht für Daten, die der Kunde seit dem letzten Backup geändert hat. Der Kunde ist daher angehalten, eigene kritische Daten zusätzlich lokal zu sichern.
7.3 Verfügbarkeit: Der Anbieter gewährleistet eine Plattform-Verfügbarkeit von 99% im Jahresmittel. Hiervon ausgenommen sind Zeiten geplanter Wartung, die außerhalb üblicher Geschäftszeiten durchgeführt werden, sowie Ausfälle aufgrund höherer Gewalt oder anderer unvermeidbarer Ereignisse, die nicht im Einflussbereich des Anbieters liegen (z.B. Ausfall der Telekommunikationsverbindungen). Der Anbieter wird Störungen seines Systems laufend überwachen. Bei erheblichen Störungen oder Ausfällen wird der Anbieter die Kunden zeitnah informieren und mit Hochdruck an der Wiederherstellung der Verfügbarkeit arbeiten.
8. Haftung
8.1 Haftungsumfang: Der Anbieter haftet dem Kunden gegenüber unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, bei Fehlen einer garantierten Eigenschaft und für Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.
8.2 Haftungsbegrenzung für leichte Fahrlässigkeit: Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter – außer in den in 8.1 genannten Fällen – nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht). Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. In diesen Fällen ist die Haftung des Anbieters der Höhe nach begrenzt auf den vertragstypisch vorhersehbaren Schaden.
8.3 Haftungsausschluss: Im Übrigen ist eine Haftung des Anbieters bei leichter Fahrlässigkeit ausgeschlossen. Insbesondere haftet der Anbieter nicht für entgangenen Gewinn, ausgebliebene Einsparungen, indirekte Schäden oder Folgeschäden beim Kunden.
8.4 Haftung der Höhe nach: Die verschuldensunabhängige Haftung des Anbieters auf Schadensersatz (§ 536a BGB) für bei Vertragsschluss vorhandene Mängel wird ausgeschlossen. Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.
8.5 Soweit die Haftung des Anbieters ausgeschlossen oder beschränkt ist, gilt dies auch für die persönliche Haftung von gesetzlichen Vertretern, Mitarbeitern und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.
9. Datenschutz und Auftragsverarbeitung (AVV/DPA)
9.1 Rollenverteilung. Der Kunde ist im Sinne der DSGVO Verantwortlicher; der Anbieter handelt als Auftragsverarbeiter.
9.2 AVV/DPA. Mit Registrierung/Teststart oder Bestellung wird automatisch ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV/DPA) zwischen Anbieter und Kunde geschlossen. Dieser ist Bestandteil des Vertrags und hat Vorrang vor abweichenden Regelungen dieser AGB, soweit die Verarbeitung personenbezogener Daten betroffen ist.
9.3 Sub-Prozessoren. Der Anbieter setzt für Hosting, Plattformbetrieb, Kommunikation und Zahlungsabwicklung sorgfältig ausgewählte Unterauftragsverarbeiter ein. Der Kunde erteilt hierzu eine allgemeine Genehmigung. Änderungen oder neue Sub-Prozessoren werden dem Kunden in geeigneter Weise mitgeteilt. Bei Übermittlungen in Drittländer (z. B. USA) werden die jeweils geltenden Standardvertragsklauseln (SCC) sowie ggf. das EU-US Data Privacy Framework (DPF) angewendet.
9.4 Technische und organisatorische Maßnahmen (TOMs). Der Anbieter unterhält geeignete Maßnahmen zum Schutz personenbezogener Daten, u. a. Zugriffskontrolle, Verschlüsselung, Rechte- und Rollenkonzepte, Protokollierung, Backups und regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen.
9.5 Unterstützungspflichten. Der Anbieter unterstützt den Kunden bei der Erfüllung von Betroffenenrechten (Art. 15–22 DSGVO), bei Dokumentationspflichten sowie bei Meldungen von Datenschutzverletzungen (Art. 30–36 DSGVO), soweit dies im Rahmen der vertraglich vereinbarten Leistungen möglich ist.
9.6 Datenlöschung. Nach Vertragsende werden Kundendaten entsprechend dem AVV entweder gelöscht oder auf Wunsch zurückgegeben, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.
9.7 Weitere Informationen. Ergänzende Hinweise zur Datenverarbeitung, zu Cookies, Tracking-Tools und Marketing-Pixeln finden sich in der Datenschutzerklärung des Anbieters.
10. Vertraulichkeit
Beide Parteien verpflichten sich, alle vertraulichen Informationen der jeweils anderen Partei, die ihnen im Rahmen der Vertragsdurchführung bekannt werden, geheim zu halten und nur für die Zwecke des Vertrags zu verwenden. Als vertrauliche Informationen gelten insbesondere technische, geschäftliche und finanzielle Informationen, Kundenlisten, Geschäftsgeheimnisse sowie alle Unterlagen, die als vertraulich gekennzeichnet sind. Diese Geheimhaltungsverpflichtung gilt nicht für solche Informationen, die ohne Verstoß gegen diese Vereinbarung allgemein bekannt werden oder die aufgrund gesetzlicher Pflicht oder behördlicher Anordnung offen gelegt werden müssen – in letzterem Fall hat die offenbarende Partei die andere soweit zulässig vorab zu informieren.
11. Schlussbestimmungen
11.1 Anwendbares Recht: Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Bei Verträgen mit Verbrauchern innerhalb der EU können darüber hinaus die zwingenden Verbraucherrechte des jeweiligen Heimatstaates des Verbrauchers anwendbar sein, sofern diese günstiger sind.
11.2 Gerichtsstand: Ist der Kunde Kaufmann im Sinne des HGB, juristische Person des öffentlichen Rechts oder hat er keinen allgemeinen Gerichtsstand in Deutschland, so ist Düsseldorf der Gerichtsstand für alle etwaigen Streitigkeiten aus der Geschäftsbeziehung mit dem Anbieter. Der Anbieter ist jedoch berechtigt, den Kunden auch an dessen allgemeinem Gerichtsstand zu verklagen. Zwingende gesetzliche Gerichtsstandsregelungen für Verbraucher bleiben unberührt.
11.3 Textform und Vertragsänderungen: Vertragsänderungen, Ergänzungen und Nebenabreden bedürfen der Textform (z.B. E-Mail) zu ihrer Wirksamkeit. Dies gilt auch für eine Änderung dieses Textformerfordernisses. Individuelle Vertragsabreden (einschließlich Vereinbarungen in Angeboten) haben in jedem Fall Vorrang vor diesen AGB.
11.4 Salvatorische Klausel: Sollte eine Bestimmung dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam oder nicht durchsetzbar sein, so berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht. Anstelle der unwirksamen Klausel gilt diejenige gesetzliche Regelung, die der wirtschaftlichen Absicht der Parteien am nächsten kommt. Gleiches gilt für etwaige Regelungslücken.
Widerrufsbelehrung
Die folgende Widerrufsbelehrung gilt nur für Kunden, die Verbraucher im Sinne von § 13 BGB sind. Geschäftskunden (Unternehmer) haben kein Widerrufsrecht.
Widerrufsrecht:
Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses.
Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns (Sajjad Hussain – jkurvemedia, Bonner Straße 96, 40589 Düsseldorf, E-Mail: info@jkurvemedia.com) mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief oder E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das unten stehende Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist.
Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.
Folgen des Widerrufs:
Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, einschließlich etwaiger Liefer- oder Bereitstellungskosten (mit Ausnahme zusätzlicher Kosten, die sich daraus ergeben, dass Sie eine andere Art der Lieferung/Leistung als die von uns angebotene günstigste Standardleistung gewählt haben), unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart. Ihnen werden wegen dieser Rückzahlung keine Entgelte berechnet.
Haben Sie verlangt, dass die Dienstleistungen (Nutzung der Plattform) während der Widerrufsfrist beginnen sollen, so haben Sie uns einen angemessenen Betrag zu zahlen. Dieser Betrag entspricht dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie uns von der Ausübung des Widerrufsrechts hinsichtlich dieses Vertrags unterrichten, bereits erbrachten Dienstleistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der vertraglich vorgesehenen Dienstleistungen. Mit anderen Worten: Je früher Sie widerrufen, desto geringer ist Ihr Wertersatz; widerrufen Sie bereits innerhalb der 14-tägigen Testphase, entsteht für Sie keine Zahlungspflicht, da die Nutzung bis dahin kostenlos war.
Muster-Widerrufsformular
(Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, können Sie dieses Formular ausfüllen und uns zurücksenden.)
An: Sajjad Hussain – jkurvemedia, Bonner Straße 96, 40589 Düsseldorf, E-Mail: info@jkurvemedia.com
Hiermit widerrufe ich den von mir abgeschlossenen Vertrag über die Nutzung der SaaS-Dienstleistung jkurvemedia.
Bestellt/registriert am: ___ (Datum der Registrierung)
Name des Verbrauchers: ___
Anschrift des Verbrauchers: ___
Unterschrift des Verbrauchers (nur bei Mitteilung auf Papier): ___
Datum: ___
Hinweis: Diese Widerrufsbelehrung entspricht den gesetzlichen Vorgaben für Fernabsatzverträge über Dienstleistungen. Verbraucher verlieren ihr Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung innerhalb der Widerrufsfrist nur, wenn wir mit der Ausführung der Dienstleistung erst nach Ablauf der 14 Tage begonnen haben oder wenn Sie während der Bestellung ausdrücklich zugestimmt haben, dass wir vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Ausführung beginnen und Sie Ihr Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung verlieren. In unserem Fall erfolgt innerhalb von 14 Tagen keine vollständige Vertragserfüllung, da die Dienstleistung auf fortlaufende Nutzung angelegt ist; daher bleibt Ihr Widerrufsrecht innerhalb der oben genannten Frist bestehen.
Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV)
Data Processing Agreement – DPA
1. Vertragsgegenstand
Dieser Auftragsverarbeitungsvertrag („AVV“) konkretisiert die Verpflichtungen der Parteien im Hinblick auf den Datenschutz gemäß Art. 28 DSGVO. Er ist Bestandteil der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des Anbieters J Kurve Media, Sajjad Hussain, Bonner Straße 96, 40589 Düsseldorf („Auftragsverarbeiter“). Der Kunde („Verantwortlicher“) nutzt die SaaS-Plattform „jkurvemedia“ zur Verarbeitung personenbezogener Daten.
2. Rollen der Parteien
Der Kunde ist Verantwortlicher im Sinne der DSGVO.
J Kurve Media ist Auftragsverarbeiter im Sinne der DSGVO.
Der Auftragsverarbeiter verarbeitet personenbezogene Daten nur auf dokumentierte Weisung des Verantwortlichen.
3. Art und Zweck der Verarbeitung
Zweck: Betrieb der SaaS-Plattform für Marketing-Automation, CRM, Funnels, Kommunikation (E-Mail, SMS, Telefonie, Chat).
Kategorien betroffener Personen: Endkunden des Verantwortlichen, Interessenten, Leads, Geschäftspartner.
Kategorien von Daten: Kontaktdaten (Name, Telefonnummer, E-Mail), Kommunikationsdaten, Buchungsdaten, Abrechnungsdaten.
4. Pflichten des Auftragsverarbeiters
Der Auftragsverarbeiter verpflichtet sich:
- Daten ausschließlich auf dokumentierte Weisung zu verarbeiten.
- Vertraulichkeit sicherzustellen (Art. 28 Abs. 3 DSGVO).
- Geeignete technische und organisatorische Maßnahmen (TOMs) nach Art. 32 DSGVO umzusetzen, u. a.: Verschlüsselung (TLS/HTTPS, Datenbankverschlüsselung), Zugangskontrollen und Passwortschutz, Backups und Wiederherstellungskonzepte, Rollen- und Berechtigungskonzepte.
- Mitarbeiter zu Vertraulichkeit und Datenschutz zu verpflichten.
- Subunternehmer nur unter Einhaltung von Art. 28 DSGVO einzusetzen.
5. Subunternehmer
Der Verantwortliche erteilt hiermit eine allgemeine Genehmigung zum Einsatz von Subunternehmern. Aktuell eingesetzte Subunternehmer:
- LeadConnector LLC (USA): Bereitstellung von SaaS-Infrastruktur (GoHighLevel White-Label)
- Google LLC (USA): Cloud Hosting, Analytics
- Meta Platforms, Inc. (USA): Meta Pixel, Kommunikationsintegration
- Stripe Payments Europe Ltd. (Irland): Zahlungsabwicklung
Die jeweils aktuelle Liste wird in der Datenschutzerklärung gepflegt.
6. Rechte und Pflichten des Verantwortlichen
Der Verantwortliche bleibt für die Rechtmäßigkeit der Datenverarbeitung verantwortlich. Er stellt sicher, dass die betroffenen Personen über die Verarbeitung informiert werden (Art. 13, 14 DSGVO). Er kann Weisungen zur Datenverarbeitung jederzeit schriftlich oder elektronisch erteilen.
7. Unterstützungspflichten
Der Auftragsverarbeiter unterstützt den Verantwortlichen:
- bei Anfragen von Betroffenen (Art. 15–22 DSGVO),
- bei Datenschutz-Folgenabschätzungen (Art. 35 DSGVO),
- bei der Meldung von Datenschutzverletzungen (Art. 33 DSGVO).
8. Dauer der Verarbeitung
Die Verarbeitung erfolgt für die Dauer des Vertragsverhältnisses. Nach Vertragsende werden Daten nach den Vorgaben des Verantwortlichen gelöscht oder zurückgegeben, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten bestehen.
9. Nachweispflichten
Der Auftragsverarbeiter stellt dem Verantwortlichen alle erforderlichen Informationen zur Verfügung, um die Einhaltung von Art. 28 DSGVO nachzuweisen, und ermöglicht Audits nach vorheriger Abstimmung.
10. Schlussbestimmungen
Es gilt deutsches Recht. Gerichtsstand ist Düsseldorf. Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit des übrigen Vertrags unberührt.